Z1Werkstoff mit Zustand Pflicht
Zur Werkstoffangabe gehören Normbezeichnung und Zustand. Aluminium: Bezeichnung nach DIN EN 573, etwa EN AW-6082, Zustand nach DIN EN 515, etwa T6 für lösungsgeglüht und warmausgelagert. Stahl: Kurzname nach DIN EN 10027-1 oder Nummer nach DIN EN 10027-2 samt Behandlungszustand, etwa C45+N; nichtrostende Stähle nach DIN EN 10088-1, etwa 1.4404. Ein Handelsname allein verrät weder Zusammensetzung noch Zustand – und je nach Zustand zerspant sich dieselbe Legierung ganz unterschiedlich.
Z2Allgemeintoleranz Pflicht
Im Schriftfeld steht, welche Allgemeintoleranz für alle Maße ohne eigene Toleranz gilt, meist ISO 2768-1 mit Klasse m. Fehlt sie, ist keine vereinbart – auch unsere Verkaufs- und Lieferungsbedingungen legen keine fest. Werte: Allgemeintoleranzen nach ISO 2768.
ISO 2768-1, ISO 22081
Z3Tolerierungsgrundsatz
Seit ISO 8015:2011 gilt ohne Vermerk das Unabhängigkeitsprinzip. Soll ein Passmaß zugleich die Form begrenzen, gehört die Hüllbedingung – ein eingekreistes E – hinter das Maß.
ISO 8015, ISO 14405-1
Z4Passungen mit Toleranzklasse
Wo zwei Teile ineinandergreifen, braucht das Maß eine Toleranzklasse wie H7 oder Abmaße. „Ø10“ allein lässt offen, ob ein Stift gleiten oder fest sitzen soll. Rechenhilfe: Passungen nach ISO 286.
ISO 286-1, ISO 286-2
Z5Form- und Lagetoleranzen mit Bezügen
Richtungs-, Orts- und Lauftoleranzen brauchen Bezüge, sonst lassen sie sich weder fertigen noch prüfen. Die Reihenfolge im Toleranzrahmen folgt der Lage im Einbau.
ISO 1101, ISO 5459
Z6Oberflächenangaben
Rauheit gehört an Flächen mit Funktion – Dichtung, Führung, Passung, Sichtseite –, eine allgemeine Angabe neben dem Schriftfeld regelt den Rest. Mehr unter Oberflächenangaben.
ISO 21920-1 (früher ISO 1302)
Z7Werkstückkanten
Gratfrei, gebrochen oder scharfkantig: Das regelt ein Vermerk im Schriftfeld oder das Kantensymbol an der einzelnen Kante. Ohne Angabe bleibt offen, wie viel Grat zulässig ist.
ISO 13715
Z8Gewinde vollständig
Zum Gewinde gehören Größe, bei Feingewinde die Steigung wie M12 × 1,5, die nutzbare Tiefe, im Sackloch die Kernlochtiefe und, wo es darauf ankommt, die Toleranzklasse wie 6H.
ISO 6410-1, ISO 965-1
Z9Beschichtung und Wärmebehandlung
Beschichtungen tragen auf, Wärmebehandlungen können Maße verändern. Vermerken Sie, ob die Maße vor oder nach diesem Schritt gelten und welche Flächen frei bleiben.
Z10Zeichnungsnummer und Änderungsindex Pflicht
Nummer und Änderungsindex machen Teil und Stand eindeutig. Die Stückzahl gehört in die Anfrage, denn Rüsten und Programmieren verteilen sich auf die Menge; sie geht aber nicht in die Ampel ein.
ISO 7200
Z11Projektionsmethode, Maßstab, Einheiten
Das Projektionssymbol zeigt die Anordnung der Ansichten: in Europa meist Methode 1, in Nordamerika Methode 3. Fehlt bei Zollmaßen die Einheit, gerät das Teil 25,4-mal zu klein.
ISO 5456-2, ISO 128, ISO 5455
Z123D-Modell und Zeichnung stimmen überein Pflicht
Modell und Zeichnung gehören in denselben Änderungsstand, und es muss feststehen, welches Dokument im Zweifel gilt – häufig die Zeichnung. Sonst müssten wir nach einer Annahme fertigen.
Z13Prüfmerkmale und Nachweise
Gesondert zu prüfende Maße kennzeichnen Sie eindeutig. Welche Nachweise Sie brauchen, gehört in die Anfrage: Der Umfang bestimmt den Aufwand mit.
Z14Kennzeichnung und Verpackung
Teilenummer am Teil, Einzelverpackung, Etikett: Das gehört auf die Zeichnung oder in die Anfrage. Nur was wir vorher kennen, steht auch im Angebot.