Welche CAD-Daten wir zum Fräsen brauchen
STEP für das 3D-Modell, PDF für Toleranzen, DXF für Konturen: welche Formate wir annehmen, wie groß Dateien sein dürfen und wie Sie sauber exportieren.
Die beste Kombination: STEP und PDF
Ein Frästeil lässt sich am sichersten aus zwei Dateien anbieten und fertigen. Das 3D-Modell im Format STEP (ISO 10303) beschreibt die Geometrie vollständig: jede Fläche, jede Tasche, jeden Radius. Das STEP-Modell liefert die Geometrie, die Zeichnung das, was das Modell nicht trägt.
Das sind Toleranzen und Passungen, Oberflächenangaben, Gewindetiefen, der Werkstoff mit Zustand und alles, was gesondert geprüft werden soll. Deshalb gehört zur STEP-Datei immer die bemaßte PDF-Zeichnung.
Beide Dateien müssen denselben Stand haben. Zeigt das Modell eine Tasche 20 mm tief und die Zeichnung 22 mm, ist offen, was gilt. Legen Sie fest, welches Dokument im Zweifel führt – häufig ist es die Zeichnung. Im Schieber daneben liegen Modell und Zeichnung eines Beispielteils deckungsgleich übereinander; so sollte es sein.
Angenommene Formate und Grenzen
Über das Anfrageformular nehmen wir diese Formate an: PDF, DXF, DWG, STEP, IGES, JPG, PNG, ZIP, RAR, XLSX, XLS, CSV. Je Anfrage gilt: bis 10 Dateien, je 20 MB, zusammen höchstens 20 MB. Endung, Anzahl und Größe prüft das Formular schon beim Auswählen und meldet sichtbar, was es nicht übernehmen kann – nichts geht still verloren.
| Format | Endungen | Wofür | Worauf achten |
|---|---|---|---|
| STEP | .step, .stp | 3D-Modell als Volumenkörper | neutrales Austauschformat nach ISO 10303 und unsere erste Wahl für die Geometrie |
| IGES | .iges, .igs | 3D-Modell, älteres Austauschformat | überträgt Körper mitunter nur als lose Flächen; wenn möglich STEP senden |
| bemaßte Zeichnung | Grundlage für Toleranzen, Passungen, Oberflächen und Werkstoff | ||
| DXF, DWG | .dxf, .dwg | 2D-Konturen, etwa Platten mit Durchbrüchen | im Maßstab 1:1 und in Millimetern; Toleranzen stehen trotzdem auf der Zeichnung |
| JPG, PNG | .jpg, .jpeg, .png | Skizzen und Fotos als Ergänzung | helfen beim Einordnen, sind aber keine Fertigungsgrundlage |
| XLSX, XLS, CSV | .xlsx, .xls, .csv | Stücklisten und Mengenstaffeln | eine Zeile je Teil mit Zeichnungsnummer, Index und Stückzahl |
| ZIP, RAR | .zip, .rar | mehrere Dateien gebündelt | zählt als eine Datei, die Größe zählt voll mit |
Konturen aus der Platte
Ein flaches Teil, das als Kontur aus einer Platte entsteht, liegt beim Fräsen auf dem Vakuumtisch der Mazak. Die Platte wird über ihre ganze Unterseite gehalten, kein Spanneisen steht dem Fräser im Weg; Umriss, Ausbrüche und Taschen entstehen daher ohne Umspannen, und dünnes Material bleibt plan. Sehr kleine Teile hängen bis zum Schluss über Stege am umgebenden Plattenrest, denn ihre Auflagefläche allein gäbe dem Unterdruck zu wenig Halt.
Für solche Teile genügt eine DXF-Kontur, wenn die Zeichnung Werkstoff, Dicke und Toleranzen nennt.
Eine Datei je Teil, ein Stand je Datei
Benennen Sie jede Datei mit Zeichnungsnummer und Index, etwa „GH-2026-014_C.step“ und „GH-2026-014_C.pdf“. So lassen sich Modell und Zeichnung eindeutig zuordnen, auch wenn später ein neuer Stand nachkommt. Mehrere Teile einer Anfrage bündeln Sie am besten mit einer Stückliste als Tabelle.
Native CAD-Dateien exportieren
Dateien im Format Ihres CAD-Systems – aus SolidWorks, Inventor, Creo, NX, CATIA oder als Parasolid – nimmt das Formular nicht an; es weist sie schon beim Auswählen mit einer Meldung ab. Exportieren Sie das Modell stattdessen als STEP. Beim Export fragen die meisten Systeme nach dem Anwendungsprotokoll: AP 214 und AP 242 übertragen Volumenkörper, AP 242 kann zusätzlich Maße und Toleranzen am Modell mitführen.
Drei Blicke vor dem Absenden lohnen sich:
- Einheit Millimeter, nicht Zoll – sonst stimmt jedes Maß um den Faktor 25,4 nicht.
- Ein Körper je Teil statt einer ganzen Baugruppe mit Norm- und Kaufteilen.
- Derselbe Änderungsstand wie die PDF-Zeichnung.
Dreiecksnetze wie STL beschreiben die Oberfläche nur näherungsweise; für ein Frästeil nach Maß brauchen wir das STEP-Modell.
Große Datenpakete
Das Formular nimmt je Anfrage nur Pakete an, die diese Grenzen einhalten: bis 10 Dateien, je 20 MB, zusammen höchstens 20 MB. Liegt Ihr Paket darüber – eine Baugruppe mit vielen Teilen oder Zeichnungen mit hochaufgelösten Ansichten –, schicken Sie zuerst die Anfrage mit Hauptzeichnung und Modell und schreiben dazu, was noch folgt. Wir melden uns und stimmen mit Ihnen ab, wie der Rest zu uns kommt. STEP-Dateien werden als ZIP-Archiv meist deutlich kleiner.
Ohne CAD: Skizze, Foto, Muster
Nicht jedes Teil hat ein CAD-Modell. Eine bemaßte Skizze, eingelesen als PDF oder fotografiert, reicht als Anfrage, wenn sie alle Maße, Toleranzen und den Werkstoff enthält; ob sie auch als Fertigungsgrundlage reicht, klären wir vor dem Angebot. Fotos helfen beim Einordnen, ersetzen aber keine Maße. Ein Muster allein genügt nicht: Was nur als Teil vorliegt, braucht zuerst eine Zeichnung – nach einem Muster fertigen wir nicht.
Stand: 26.09.2026
Häufige Fragen
Am besten STEP und PDF zusammen: das Modell für die Geometrie, die Zeichnung für Toleranzen, Oberflächen und Werkstoff. Das Formular nimmt PDF, DXF, DWG, STEP, IGES, JPG, PNG, ZIP, RAR, XLSX, XLS, CSV an; je Anfrage gilt: bis 10 Dateien, je 20 MB, zusammen höchstens 20 MB. Dateien im Format Ihres CAD-Systems exportieren Sie bitte als STEP.
STEP und PDF im selben Stand? Schicken Sie beides.
Im Formular laden Sie Modell und Zeichnung zusammen hoch. Passt ein Format oder die Größe nicht, meldet das Formular es schon beim Auswählen; ob STEP und PDF vollständig sind, zeigt der Zeichnungs-Check.